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Kategorie: Besuche

Amphorenweine aus Zyperns Bergen

Auf vielen Kurven nach Farmakas

Während unseres Zypernurlaub haben wir den kurvigen Weg von Limassol nach Farmakas zur Santa Irene Winery auf uns genommen, um dessen Weine zu probieren. Der Winemaker Evangelos hat uns freundlich in Empfang genommen und zunächst eine Kellerführung angeboten. Die Vorstellung des Weinguts begann mit den Worten „This is more or less an ordinary Winery – nothing special…“. Eine kaum zu unterbietende Tiefstapelei, wie sich schon kurz darauf zeigen sollte. 

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Zwischen Agrotourismo und Superyachten

Sommerurlaub! Mitte Juli machte ich mich nach 10 Jahren wieder auf nach Sardinien. Bei unserem letzten Besuch verliebten wir uns in die Spaghetti all’ Aragosta von einem kleinen Restaurant in der Nähe von Porto Cervo. Wir sind seiner Zeit sogar extra nur zum Abend essen wegen diesen Nudeln nach Olbia geflogen. Die sind heute immer noch genau so gut. Damals hatte ich noch keinerlei Ahnung von Wein. Dieses Mal stand der sardische Wein also deutlich mehr im Mittelpunkt.

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Temecula – Weinbau-Enklave in Greater Los Angeles

Während eines Mallorca-Urlaubs wurde ich von einem Winzer auf eine kleine Weinbaugegend im Südosten Los Angeles aufmerksam gemacht. Die meisten Anbaugebiete Kaliforniens befinden sich eigentlich mehr oder weniger nördlich der Stadt der Engel, weil es immer trockener und wärmer wird, je näher man Mexiko kommt. Aber eine besondere Gebirgsformation erlaubt es den kühlen(den) Winden vom Pazifik weiter ins Landesinnere vorzudringen. Diese Lücke in der Hügelkette wird sinnigerweise Rainbow Gap genannt, weil die hohe Luftfeuchtigkeit der Meeresluft gemeinsam mit der ewigen Sonne häufig zur Regenbogenbildung führt. Diese kühle und feuchte Luftmasse sorgt wider Erwarten für ein für Weinbau geeignetes Mikroklima.

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Tasting Room hopping in Santa Barbara

Kein Scherz, am 01. April hatte ich mal wieder das Vergnügen nach Los Angeles fliegen zu können. Meinen freien Tag habe ich natürlich genutzt, um mich mit lokalem Wein detailliert zu beschäftigen. Früh morgens machte ich mich auf den Weg nach Santa Barbara, um mich mit einem Kumpel aus der Weinwelt zu treffen und mir ein paar Wineries präsentieren zu lassen.

Durch den üblichen Verkehrskollaps in LA benötigte ich für die Fahrt knapp 3 Stunden. Aber ich kam dennoch pünktlich in diesem mondänen und pittoresken Städtchen bei herrlichsten Wetter an. Insgesamt ist die Lebensqualität in Santa Barbara schon ganz weit vorne anzusiedeln – wenn man gesund ist und Geld hat. Die besondere Lage, oder vielmehr die außergewöhnliche Ausrichtung dieses Küstenstreifens (Ost/West statt Nord/Süd), ergibt in weiten Teilen ein besonderes Mikroklima. Dadurch wird es den Winzern möglich, Rebsorten anzubauen, die sich normalerweise auf diesen Breitengraden nicht so recht wohlfühlen würden. Die abwechslungsreichen Bodenarten steuern ihren  Teil für die große Vielfalt an Weinstilen bei.

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Neujahresempfang auf Schloss Salem

Die Feiertage rund um Neujahr werden ja bekanntlich gerne genutzt um Familie und Freunde zu besuchen. Was liegt da näher, als dies mit einer Weinprobe in mehr oder weniger unbekannten Gefilden zu verbinden. Dieses Jahr hat es uns dafür an das – zur Winterzeit doch sehr verschlafenen – Nordufer des Bodensees verschlagen. Leider ist die Gegend zu dieser Jahreszeit sehr ausgestorben und man hat große Mühe offene Geschäfte oder Wirtschaften zu finden.

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Sommerpause beendet: Wine Master Class

Nach 5 Monaten Funkstille: Die (Lern-) Sommerpause ist beendet!

Nachdem die Diplomprüfung zu den Weinen Anfang Juni endlich abgelegt war, stand zunächst eine kleine Erholungspause an. Umso mehr hat es mich gefreut, ganz unverhofft mit →Frank Röder – einem der wenigen deutschen Master of Wine – am 07. Aug. einen Tag im Napa Valley verbringen zu können.

Wine Master Class bei Mondavi

 

 

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Geht es noch südafrikanischer?!?

Was macht man am besten über Weihnachten?

 

Diese Frage beschäftigt vermutlich einige Menschen. Ist es doch die Zeit, wo Zeitmangel, hohe Erwartungen und Konsumterror mit schlechtem, nicht märchentauglichem Wetter zusammentrifft. Unsere Antwort auf diese schwierige Frage lautet: Sonne, gutes Essen gepaart mit erlesenen Weinen. Also ab nach Südafrika!

Nach einem mehr oder weniger weihnachtlichen, aber gut gelungen familiären Grillabend an der Garden Route flogen wir zum Jahreswechsel nach Kapstadt. Jene Stadt, die für mich zu den weltweit beeindruckendsten Plätzen zählt. Ich denke nur Sydney (das in Australien!) und Vancouver spielen noch in der gleichen Liga mit. Auffälligste Gemeinsamkeiten: Meer und Berge dicht aneinander und die Nähe zu Weinbauregionen!

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Tasting at Stony Brook Vineyards

Wo Passion auf Spitzenqualität trifft!

Craig_StonyBrook

Wenn ich in den Winelands rund um Kapstadt bin, führt kein Weg an →Stony Brook vorbei. Dieses verhältnismäßig kleine Weingut liegt ganz am Ende des Franschhoek Valleys, gut versteckt direkt am Fuße der Hottentots Mountains. Die Inhaberfamilie hat sich hier den Traum von einem eigenen Weingut und eigener Weingärten an einem Ort verwirklicht, wo zuvor eine Obstplantage stand. Mittlerweile bewirtschaften sie aber auch einige Weißweinlagen in der kühleren Elgin-Area. Stony Brook hat es zweifelsohne geschafft, ihr Portfolio stetig zu erweitern und gleichzeitig die Qualität kontinuierlich zu steigern.

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Besuch der Weinmanufaktur Untertürkheim

Weinmanufaktur-Tage in Untertürkheim

Es war mal wieder so weit: Die Weinmanufaktur Untertürkheim öffnete wieder einmal ihre Pforten. In den beinahe historischen Gebäude der Genossenschaft findet regelmäßig ein handwerklicher Markt statt, wo auch die Weine des Gastgebers verkostet werden können. Für Weininteressierte sind aber sicherlich die angebotenen Führungen durch den Betrieb am spannendsten. Der ehemalige Geschäftsführer Günter Hübner führte uns durch alle Stationen der Weinbereitung.

Gleich die erste Station hatte einen morbiden Charme: Ein ehemaliger Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg dient heute als Weinkeller, wo die Sekte und Weine reifen. Weiter ging es zur Traubenannahme und zu den Keltern. Herr Hübner scheute sich auch nicht, die etwas verschrieene Thermovinifikation für “seinen” preiswerten Trollinger anzusprechen. Mutig würde ich sagen! Es ist und bleibt wahrscheinlich auch einfach Bestandteil der württembergischen Weinbereitungsmethoden. Über das Edelstahl-Tanklager ging es in die Abfüllung, die erstaunlich überschaubar wirkt für einen die Größe des Betriebes. Der Höhepunkt und Abschluss, wie bei den meisten Kellerführungen, war der Reifungsraum. Jener Bereich des Kellers also, die den urigem Klischee der Weinherstellung am ehesten entspricht: Barrique-Fässer und kunstvoll verziertes “Großes Holz”, die eine Geschichte aus mehreren Jahrzehnten erzählen.

Am Ende der Führung hatte ich noch Gelegenheit mit Herrn Hübner ein paar Minuten persönlich über die Veränderungen der letzten Jahre zu sprechen. Er berichtete, dass sein Betrieb einer der ersten in dieser Region war, der die Veränderungen im Weinmarkt erkannte und der Weinmanufaktur einer radikale Qualitätsoffensive verordnete. Damals belächelt, präsentiert sich die Genossenschaft bestens aufgestellt; und noch am Leben! Leider kann dies nicht mehr von allen Winzern behauptet werden, die damals Spot übten! Um ein Beispiel zu nennen: Man verabschiedete sich von den Bezeichnungen Qualitäts- und Prädikatswein und führte eine eigene Unterteilung (1 bis 3 Sterne) ein, damit der Konsument die einzelnen Qualitätsstufen besser erkennen und unterscheiden kann. Interessanterweise werden nicht, wie andernorts häufig anzutreffen, die an den VDP angelehnte Stufen (Ortswein, Gutswein, Lagenwein) verwendet. Allerdings würde sich das auch nicht zwangsläufig für eine Genossenschaft anbieten, die sich naturgemäß schwer tut, Lagenweine zu verkaufen.

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Unterwegs in Südtirol

Masse vs. Qualität

Wir begaben uns für ein langes Wochenende nach Südtirol, um die Weine dieses unbestritten schönen Landstriches des deutschsprachigen Italiens mit eigenen Augen unter die Lupe zu nehmen. Von München aus ist es nur noch ein “Katzensprung” über die Alpen bis nach Bozen. Noch bevor man die engen Täler verlässt befindet man sich im nördlichsten Anbaugebiet Italiens.

Südtirol leidet unter den Massen an Touristen aus den nördlichen Nachbarstaaten, die der Brenner zu jeder Jahreszeit Richtung Süden ausspuckt. Das macht sich auch am Weinmarkt bemerkbar: Große Fahrzeuge mit vielen Menschen (auch Busse genannt), bedürfen große Flaschen mit viel viel Wein. Die Bezeichnung “Kalterer See” wurde früher auch oft missbraucht von Betrieben, die nichts mit dieser ausgezeichneten Lage zu tun hatten. Ein Paradebeispiel für die Entwertung wertvoller Lagen und für die kritiklose Akzeptanz von minderer Qualität durch die Verbraucher. Somit verwundert es nicht, dass man sich auf Rebsorten konzentrierte, die den Massenmarkt  befriedigen konnten; Stichwörter: St. Magdalena und Vernatsch. Auch die Dominanz der Genossenschaftskellereien, hier werden sie häufig “Cantina” genannt, trägt ihren Teil zu diesem Effekt bei, helfen aber den kleinen Traubenbauern zu überleben.

Doch es gibt auch ein anderes Südtirol: Eine wachsende Zahl von eigenständigen Winzern betreibt Weinbau auf höchsten Niveau. Sie verstehen es aufs Beste, die Vielfalt an Böden und die Besonderheiten der Lagen ideal zu nutzen. Diese Weingüter beeindrucken nicht nur mit ihren tollen Weinen, sondern auch mit der Architektur und Einrichtungen ihrer Probierstuben und Betriebe. Fahrt hin, seht es Euch an!

Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass die großen Kellereien auf den Zug bessere oder beste Weinqualität aufgesprungen sind und hochpreisige, individuelle und konzentrierte Weine anbieten. Wir haben das Feld von Süd nach Nord aufgerollt. Unsere Stationen waren der Reihe nach:

  • Alois Lageder

Alois_LagederA. Lageder ist wahrscheinlich der Pionier des biodynamischen Weinbaus in Südtirol. Er vertreibt zwei Marken: X konventionell und Y biodynamisch. Eine Frage die man oft hört und die ich mir selber auch immer wieder stelle: Biodynamik – schmeckt man das? Wahrscheinlich nicht. Vielmehr ist es eine Überzeugung die gelebt wird. Wir fanden diese Weine aus beiden Linien überzeugend:

  • Elena Walch

Elena_WalchElena Walch ist so etwas wie der Star unter den Südtiroler Winzern. Ihr Wein “Over the Clouds” hat internationale Anerkennung gefunden, was nicht zu letzt daran liegt, dass der Name bewusst auf den berühmten “Cloudy Bay” aus Neuseeland anspielt und sogar noch Überlegenheit suggerieren will. Entsprechend hoch ist auch sein Preis; seine Qualität steht dem aber in nichts nach.

  • Genossenschaft St. Michael-Eppan

St.-Michael-EppanIn St. Michael-Eppan kann man viele gute und preiswerte Weine kaufen. Der Verkaufs- und Verkostungsraum ist sehr stilvoll und edel eingerichtet. Hier macht Verkosten richtig Spaß! Das absolute Highlight für uns war der Komtess’. Ein faszinierender Süßwein aus XX.

  • Genossenschaft Schreckbichl

SchreckbichlEin weiterer Big Player ist Alto Adige. Er überzeugte uns mit seinen Burgunder-Weinen:

  • Genossenschaft Terlan

TerlanWestlich von Bozen kehrten wir bei der Kellerei Terlan ein. Hier gibt es richtig gut gemachte Rotweine, wenngleich für uns die neue Weisswein-Kreation “Nova Domus” die absolute Entdeckung ist. Ein Wein der in erster Linie an Marzipan oder Dominosteinen erinnert. Ideal für die Weihnachtszeit (oder Liebhaber dieser süßen Leckereien).

  • Genossenschaft Nals-Margreid

Nals-MargreidDer letze Halt war die Kellerei Nals-Margreid. Der Verkostungsraum ist eigentlich mehr ein Gewölbe mit uralten gemauerten Wänden und sich perfekt integrierender Inneneinrichtung. Selten hat findet man so schöne Sanitäranlagen. Dieser Kellerei hat sich mit Rotwein-Cuvées hervorgetan, die sich stark an das französische Vorbild aus Bordeaux halten. Diese Stilistik spiegelt sich auch im modern interpretierten französischen Etikett wieder.

Zu guter letzt kann man nur empfehlen, sich auf den Weg zu machen und das traumhaft schöne Etschtal zu erkunden. Man sollte nur darauf achten, nicht den ganz großen Massen zu folgen…

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