Antwort auf: Biodynamische Weine zwischen Mond und Horn (WVLG025)

#8407
AndiBausT
Teilnehmer

Hallo zusammen 🙂

Generell finde ich die Biodynamie schwer zu diskutieren, weil es oft sehr schnell ideologisch wird. Für die einen ist Biodynamik der einzige Weg, für andere ist es Humbug. Ich sehe es, in kurzen Worten, eher gespalten.

Ich bin mir sehr sicher, dass es zwischen den drei Rubriken KONVENTIONELL, BIO und BIODYNAMISCH in den meisten Fällen nur wenig oder gar keine schmeckbaren Unterschiede gibt (bei ansonsten vergleichbarer Herstellung; z.B. Kellertechniken), die eben Rückschlüsse auf bio, konventionell, etc. zulassen – egal ob im Wein oder bei Nahrungsmitteln generell. Im Podcast war z.B. von Spontanvergärung die Rede. Das hat mit ziemlicher Sicherheit einen großen Einfluss auf den Weingeschmack, ist aber ja nicht den biologischen/biodynamischen Winzern vorbehalten, sondern wird auch von konventionellen Hersteller praktiziert.

Ein ganz anderer Aspekt ist für mich das Thema: was ist gesünder? Da geh ich schon davon aus, dass biodynamische Lebensmittel gesünder sind, denn nicht alles, was nicht mit wissenschaftlichen Methoden bewiesen werden kann, muss falsch sein. Ob das jetzt vom Mond, vom Meditieren im Weingarten, vom Hornmist oder sonstigen Präparaten kommt, bzw. doch eher von der sorgfältigen Pflege, kann ich nicht sagen… vermutlich niemand!

Kurzum: ich denke, dass biodynamischer Wein (und Lebensmittel im Generellen) sich geschmacklich nicht unterscheiden, aber in der Regel sehr wohl gesünder sind, als konventionelle Produkte – vielleicht auch gesünder als Bio.

Interessant fand ich auch die zwei Podcasts von „Blindflug“ zu dem Thema. Vor allem, dass im Bereich Weinbau der Schritt von Bio zu Biodynamisch gar nicht mehr wirklich groß ist, sich aber finanziell ja doch rechnet.

Ich bin gespannt auf Antworten und andere Meinungen dazu! Viele Grüße, Andreas

  • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monaten, 4 Wochen von AndiBausT.